Was ist LandArt?

 

 

Wie es begann:

In der Mitte des letzten Jahrhunderts entstand die Bewegung der LandArt als eine bedeutende Gegenströmung zur gerade aufkommenden Pop-Art.

 

Der Begriff:
Der Begriff LandArt hat sich heute bereits international etabliert. Daneben war in den 70er Jahren in Deutschland der Begriff Naturkunst bekannt, während man die Kunstwerke in der Natur in Amerika als Earth Works oder Earth Art bezeichnete. Der Begriff Environmental Art war und ist in Grossbritannien immer noch in Gebrauch.

 

Hauptvertreter:

In Europa sind Namen wie Nils Udo, Andy Goldsworthy und Richard Long zu nennen, in Amerika gehören Walter de Maria, Robert Smithson und Michael Heizer zu den bedeutenden Vertretern dieser Kunstrichtung.

 

LandArt bedeutet, aus Naturmaterialien Kunst zu schaffen; dabei wird die unmittelbare Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur gefördert. Landart spricht alle Sinne an, weckt die Fantasie und hilft das Schöne der Natur wahrzunehmen. Das zu Beginn gesammelte Material wird draussen in der Natur zu Kunstobjekten neu angeordnet. Landart ist eine Prozesskunst: Aufbau (Mensch) - Abbau (Wetter, Wind, Überalterung…)

 

In der LandArt wird das Material zumeist in dem Zustand, in dem es vorgefunden wird, belassen und die vorhandenen Strukturen, Farben oder Formen des Materials werden benutzt, um mit kulturellen Grundsymbolen oder einfachen geometrischen Formen wie Kreisen, Spiralen, Löchern, Linien oder Schlangenlinien eine Aussage zu transportieren.

Es ist in der Kunstrichtung der LandArt also immer das Material, seine Form, Farbe und Beschaffenheit, die die Ausdrucksweise der Werke bestimmen und denen sich die LandArt Künstler diesseits und jenseits des Atlantik bedienen.

Nach der Fertigstellung eines Werkes wird dieses vor Ort den natürlichen Gesetzmässigkeiten der Natur dem Prozess des Zerfalls überlassen.

 

Genau in dieser Art Kreislauf liegt für den LandArt Künstler die Essenz seines Schaffens: Man geht raus in die Natur, sammelt, ordnet, baut und zieht sich dann wieder zurück und überlässt das Werk sich selbst. Und dabei weiss man nie genau, was passieren und wo man landen wird. Ein bisschen so wie im Leben.