Wanderung auf der Challpass Höhe

Trotzdem es bereits Anfang April ist auf dem Kalender, ist es nach knapp einer Woche kurzzeitiger Hitze ganz plötzlich wieder sehr kalt geworden. Das Gefühl, dass das Wetter spinnt lässt einen nicht los. Von 25 Grad wechselt es auf 6 -10 Grad in wenigen Tagen. Die Sonne scheint, trotz Kälte schon jetzt erbarmungslos heiss vom Himmel. Wir alle lieben sie diese Sonne, wir sind immer gut drauf, wenn sie scheint. Zuerst fällt es uns nicht so auf, das sie nur noch scheint und dass es keine Pausen mehr gibt. Wir finden es toll, wir können, sofern es nicht grade einen immensen Temperatursturz gibt immer draussen sein und «das schöne Wetter» geniessen. Für uns konsumgesteuerte Menschen ist das ein Plus.

 

Laufen wir aber durch den Wald, in dem auch hier brutal die schönsten und grössten Bäume herausgefällt wurden, in dem wunderbare, verwunschene und bemooste Waldpartien, die sich unter dichten Tannen versteckten und zu denen nur selten die Strahlen der Sonne hindurchdrangen lieblos zerstört wurden. Ohne Frage an oder um das Ökosystem, das sich hier verbarg wurden sie freigelegt so, dass nun das grelle unbarmherzige Licht der Sonne hinein prallen kann und das vorhandene Leben unmöglich machen wird.

Ist das alles egal? Betrifft das alles uns nicht? Dürfen diese Holzfällungen einfach so brutal und ungeachtet des vorhandenen Wertes durchgeführt werden?

 

Mir bleibt hier immer ein Herz voller Trauer zurück. Trauer im Wald, obwohl ich mich hier doch erholen und zu neuen Kräften kommen sollte. Aber wie soll das zwischen all der Zerstörung, all der Rohheit möglich sein?

 

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